mein zweiter Eurasier Rüde - Pascha

 

 

Ich war schon seit einem halben Jahr alleine und stöberte mal wieder durch das Internet. Diesmal war ich auf der Bildersuche von Kurzhaar Chow-Chows und sah dann diesen Hund auf dem Bild neben diesem Text. Ich klickte mich auf die Seite und erfuhr, daß er in einem Tierheim in Süddeutschland war. 

 

Obwohl der Schmerz über den Verlust von meinem schwarzen Buck immer noch sehr groß ist, wollte ich doch wieder einen neuen Kameraden ein neues Zuhause geben.

 

 

Nach einer telefonischen Anmeldung, fuhren ein guter Freund und ich die 900 km bis nach Karlsruhe. Ich verliebte mich gleich in ihn, wurden aber gewarnt, ihn nicht gleich anzufassen, da er Fremden gegenüber sehr vorsichtig war und schnappen könnte.

Aber die Wiener Würstchen waren wohl doch zu verlockend und so faßte er sehr schnell etwas Vertrauen und bereits am zweiten Tag ließ er kurze Berührungen zu. Die Tierschutz Mitarbeiter merkten schnell, daß er bei uns positiv reagierte und so stand fest, daß er am dritten Tag mit uns mitkam und sprang ins Auto, als wäre es schon immer so gewesen.

 

 

So hat Pascha die Berge gegen die Ostsee getauscht und hat sich schnell gut eingelebt und wurde grad 4 Jahre alt - das war Oktober 2013. 

 

Pascha ist ein gesunder, verschmuster und nichtkastrierter roter Eurasier Rüde mit heller Maske - Fuchsmaske. Er ist etwas schlanker und das Fell ist auch kürzer als bei Buck, aber ansonsten genauso eigensinnig. Charakter und Wesenszüge entsprechen dem rassespezifischen Standard.

 

 

 

Anfangs entwickelte er großen Beschützerinstinkt und war jedem Fremden gegenüber sehr unsicher und angriffslustig, aber nicht nur in dieser Hinsicht war er schreckhaft und unsicher. Mit der Zeit, viel Geduld und Einfühlungsvermögen besserte es sich, er lernte so vieles neu kennen und vertraute mir. Das ist auch wichtig, wenn man in einem Mietshaus mit mehreren Parteien wohnt, er ist jetzt etwas gelassener und ruhiger geworden. 

Er ist ein williger und freudiger Begleiter in die Natur geworden, so sind meine Foto Touren nicht mehr so einsam. Außerdem macht er mich durch Nase und Ohren auf Wildtierbegegnungen aufmerksam.

 

 

Packtaschen  heißt das Zauberwort für meinen Pascha.

 

Ich hatte sie seit einigen Jahren im Schrank liegen und neulich fielen mir diese Packtaschen wieder ein, als ich abends meine beiden Kameras mitnahm, um Wildtierbeobachtungen zu machen. Dann bin ich selbst immer mit einem Fotorucksack und einer kleinen Umhängetasche bepackt. Oftmals hatte ich zu Pascha gesagt: "Wie wäre es, wenn du selbst deine Leine tragen würdest ..." - Gesagt, getan.

Da die Taschen ansich nicht so sehr groß sind, stopfte ich in jede Tasche eine Hundeleine, dann waren sie voll und hatten etwas Gewicht. Ich war gespannt, ob sich Pascha sträubte, weil nun was auf dem Rücken war. Schlittenziehen war jedenfalls nichts für ihn!

Aber dieses hier..........perfekt!  Wer hätte das gedacht, als hätte Pascha nie etwas anderes gemacht. Ganz stolz lief er damit los.......stehen, gehen, traben oder rennen, alles kein Problem - auch schnüffeln und pippi machen klappt wunderbar damit.

Also bekommt er sie jetzt täglich um - sobald er sie sieht, kommt er freudig angelaufen und wartet geduldig, daß ich sie ihm umschnalle. Er scheint es zu genießen, daß er "gebraucht" wird - ich hätte es schon früher machen sollen - einfach super !!!

 

 

 

Jeder Hund aus dem Tierheim ist eine gute Wahl, egal welches Alter er hat, sie leben im Hier und Jetzt und man kann sie in ein neues, glücklicheres Leben führen. Man darf nicht in der Vergangenheit bleiben, denn meistens wissen wir ja die Wahrheit über das vorherige Leben des Vierbeiners nicht. Selbst, wenn sie traumatische Erlebnisse hatten, lohnt es sich, mit ihnen gemeinsam das Leben neu kennenzulernen. Sie haben eine 2. oder 3. Chance verdient. Das ist meine Meinung von in Not geratenen Tieren !!

 

 


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